Nun hört mal.
Vielleicht bin ich ja verwöhnt, zickig, böse, unnormal, abnormal, was weiß ich & nehme viel für selbstverständlich. Aber wie wenig Leute Sachen für selbstverständlich nehmen, so wie ich das tue, schockiert mich.
Ich halte es für selbstverständlich, im Bus einem älteren Menschen einen Sitzplatz anzubieten. Jemandem, der weniger Ware als ich in der Hand trägt, an der Kasse vorzulassen. Menschen zu helfen, wenn sich die Situation anbietet. Für mich ist es selbstverständlich, wirklich. Für den Rest der Welt eher nicht.
Genauso halte ich es für selbstverständlich, dass Busse pünktlich kommen. Oder überhaupt kommen.
Dass ich nicht zwei Stunden in der Kälte warten muss, ohne die Möglichkeit, nach Hause zu kommen.
Dass wenn ein Termin platzt, man absagt, damit die betreffende Person nicht ahnungslos vor der Tür steht.
Dass man überhaupt jemanden ernst nimmt.
Dass man niemandem das Gefühl gibt, er sei unbedeutend.
Dass man denen, die man liebt, vertrauen kann.
Dass man als Autorität Sachen lehrt, und niemanden einschüchtert.
Dass man ein nettes Wort für Leute übrig hat, die man sonst nicht kennt oder mit denen man nie gesprochen hat, ohne falsche Absichten.
Dass man auch eine total fremde Person tröstet, falls diese in der Öffentlichkeit in Tränen ausbricht.
Dass Busse überhaupt mal kommen, selbst wenn sich der Busplan dermaßen zu Gunsten von Einsparungskosten gewendet hat.
Ich bin frustriert.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen